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LTL oder PTL? Warum Partial Truckload oft der Sweetspot zwischen Preis und Laufzeit ist

Partial Truckload, also Teilpartie-Transport, ist eine Transportform, die genau zwischen klassischer Stückgutladung (LTL – Less Than Truckload) und Komplettladung (FTL – Full Truckload) liegt. Sie eignet sich besonders für mittlere Sendungsgrößen, die zu sperrig für Stückgut, aber zu klein für eine vollständige LKW-Ladung sind. Durch weniger Umladungen, direkt geplante Routen und eine stabile Laufzeit entsteht eine schnelle und kosteneffiziente Transportlösung. Unternehmen profitieren dabei von höherer Sendungssicherheit und geringeren Kosten, weil nur der tatsächlich benötigte Laderaum genutzt wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Partial Truckload ist schneller als Stückgut, da weniger Zwischenstopps erfolgen.
  • Es ist günstiger als eine komplette LKW-Buchung, weil nur der benötigte Platz bezahlt wird.
  • Es eignet sich ideal für mittlere Sendungsgrößen bis etwa 13.600 Kilogramm oder 9 Meter Ladungslänge.
  • Die Sendung wird seltener umgeladen, was Schäden reduziert.
  • Es ist optimal für Unternehmen, die eine gute Balance aus Preis, Geschwindigkeit und Sicherheit suchen.

Was ist Partial Truckload (Teilladung)?

Partial Truckload bezeichnet eine Transportart für mittelgroße Sendungen, die größer als Stückgut sind, aber keinen kompletten LKW benötigen. Dieser Transport ist schneller als Stückgutversand, da weniger Umladungen stattfinden, und günstiger als eine Komplettladung, weil nur der genutzte Laderaum berechnet wird.

Partial Truckload als optimale Mitte zwischen Stückgut und Komplettladung

Partial Truckload erfüllt eine wichtige Rolle für Unternehmen, die regelmäßige Transporte mit mittlerem Volumen benötigen. Während Stückgut über viele kleine Sendungen verschiedener Versender konsolidiert wird, verbleibt Partial-Truckload-Fracht meist im selben Fahrzeug. Dadurch entstehen weniger Berührungspunkte und eine stabilere Transportkette. Im Vergleich zur Komplettladung entfällt die Verpflichtung, einen gesamten LKW mit Waren zu füllen. Das spart Kosten und garantiert dennoch planbare Lieferzeiten. Die direkte Routenführung sorgt dafür, dass die Sendung wesentlich schneller beim Empfänger eintrifft. Gerade im industriellen Umfeld, in dem Maschinen, Palettenware oder sperrige Güter transportiert werden, ist diese Mischung aus Effizienz, Preisvorteil und Sicherheit besonders gefragt.

Unterschiede zwischen Partial Truckload und Stückgut im Detail

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Partial Truckload und Stückgut liegen im Transportaufwand und in der Sendungsgröße. Stückgut nutzt Umschlaglager, in denen die Waren mehrfach sortiert und verteilt werden. Das führt zu längeren Transportzeiten und erhöht das Risiko von Transportschäden. Bei Partial Truckload entfallen viele dieser Umladungen, weil die Ware ohne Umschlag auf direkter Strecke transportiert wird. Dadurch bleibt die Lieferzeit besser planbar. Partial Truckload eignet sich für Sendungen, die mehrere Paletten umfassen oder besonders lang und schwer sind. Typische Obergrenzen liegen bei rund 13,6 Tonnen Gesamtgewicht sowie 8 bis 9 Metern Laderaum. Die Sendungsverfolgung ist präziser, weil die Transportkette einfacher aufgebaut ist. Für Unternehmen mit zeitkritischen Lieferungen ist das ein starker Vorteil.

Kosten- und Laufzeitvorteile im Überblick

Partial Truckload kombiniert die Kostenvorteile einer teilweisen LKW-Buchung mit den schnellen Laufzeiten einer Direktfahrt. Der Preis liegt meist über den Tarifen des Stückgutverkehrs, aber deutlich unter denen einer kompletten LKW-Charter. Da die Route direkter ist und weniger Stopps erforderlich sind, werden Sendungen schneller zugestellt. Das geringere Risiko von Umladungen senkt zudem eventuelle Schadenkosten. Besonders bei saisonalen Schwankungen ist Partial Truckload flexibel, weil die Auslastung von mittleren Warenmengen problemlos möglich ist. Transportketten lassen sich dadurch zuverlässiger planen, was die gesamte Logistik effizienter macht.

Typische Einsatzbereiche für Partial Truckload

Viele Branchen nutzen Partial Truckload, wenn Sendungen zu groß für Stückgut sind, aber keine volle LKW-Kapazität benötigen. Maschinenbau, Möbelhandel, Großhandel oder Metallverarbeitung setzen oft auf diese Transportform, da hier häufig sperrige, schwere oder palettierte Waren transportiert werden. Der geringere Umschlag ist insbesondere für empfindliche oder hochwertige Güter entscheidend. Auch Händler mit Wachstum im Online-Bereich verwenden Partial Truckload, wenn steigende Bestellmengen schnell und sicher bewegt werden müssen. Die Transportform ist besonders dann gefragt, wenn flexible Kapazität und stabile Transitzeiten im Vordergrund stehen. Durch die planbare Route entstehen kaum Verzögerungen, was bei schwankenden Warenvolumen ein großer Vorteil ist.

Warum Partial Truckload als „Sweetspot“ gilt

Partial Truckload gilt als idealer Mittelweg zwischen den beiden dominierenden Transportarten Stückgut und Komplettladung. Es kombiniert die Kostenvorteile des geteilten Laderaums mit der Geschwindigkeit einer nahezu direkten LKW-Fahrt. Unternehmen profitieren von hoher Transitgenauigkeit, weniger Schäden und planbaren Lieferzeiten. Die Sendungen bewegen sich schneller durch das Transportnetz, da Zwischenstopps reduziert sind. Wer weder zu hohe Kosten für eine komplette LKW-Buchung noch zu lange Laufzeiten des Stückgutverkehrs akzeptieren möchte, findet in Partial Truckload eine optimale Alternative. Die Transportform bietet ein ausgewogenes Verhältnis aus Flexibilität, Tempo, Sicherheit und Preis.

Vergleich: Stückgut, Partial Truckload und Komplettladung

KriteriumStückgutPartial TruckloadKomplettladung
Sendungsgrößegeringmittelgroß
Gewichtmeist unter 2.500 kgbis ca. 13.600 kgbis zur vollen LKW-Kapazität
Ladungslängegeringbis etwa 8–9 Meterkompletter LKW
Kostenniedrigmittelhoch
Laufzeitlangsammittel bis schnellsehr schnell
Umladungenvielewenigekeine
Schadensrisikoerhöhtniedrigsehr niedrig

Fazit

Partial Truckload ist eine ideale Wahl für Unternehmen, die schnelle Laufzeiten und hohe Transportsicherheit benötigen, ohne einen kompletten LKW buchen zu müssen. Die Transportform bietet eine direkte Route, wenige Umladungen und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer Wert auf planbare Lieferzeiten und flexible Kapazität legt, findet in Partial Truckload eine moderne, effiziente und wirtschaftliche Lösung für mittlere Sendungsgrößen. So lassen sich Logistikketten spürbar beschleunigen und Kosten langfristig optimieren.

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Damian Golunski

Damian ist Gründer und Geschäftsführer von DAGO Express, gelernter Ökonomie-Techniker und Absolvent einer Universität mit Spezialisierung auf Logistik. Neben dem Business gehört seine Leidenschaft den Kampfkünsten. Sein Ziel: die Qualität der Kurierdienste weltweit auf ein neues Niveau zu bringen. Sein Mantra: "Ein zufriedener Kunde ist die beste Geschäftsstrategie." (Michael LeBoeuf)